Material und Aufbau von Implantaten

Implantate sind ein hervorragender Ersatz für verlorene Zähne und schonen die eigenen Zähne. Ein Beschleifen gesunder Nachbarzähne, z.B. für die Aufnahme einer Brücke, ist nicht mehr nötig. Besonders bei Totalverlust der Zähne bieten sie die einzige Möglichkeit für einen festen Zahnersatz. Herausnehmbare und wackelnde Prothesen gehören dadurch der Vergangenheit an.

Implantate werden seit über 40 Jahren mit großem Erfolg für den Ersatz verlorener Zähne verwendet. Dank der modernen High-Tech Ausstattung in unserer Praxis können wir Ihnen Implantate minimalinvasiv, also schmerzarm und ohne Nähte einsetzen. Für einen unverbindlichen Beratungstermin melden Sie sich bitte telefonisch unter 08143 – 444 766.

Wenn man einen Zahn oder mehrere Zähne verliert oder bereits verloren hat, stellt sich oft die Frage, ob diese ersetzt werden sollten. Dafür gibt es viele gute Gründe:

Ästhetik

Ein Lächeln ist der erste positive Eindruck von einem Menschen. Schöne Zähne machen ein freundliches Gesicht noch attraktiver. Niemand möchte heute mit einer Zahnlücke leben, die man sehen kann.

Kaufunktion

Mit den Schneidezähnen beißen wir ab, mit den Seitenzähnen zermahlen wir die Nahrung. Fehlen Zähne, dann fehlt auch ein entscheidender Schritt bei der Verdauung.

Sprechen

Unser Sprechen wird durch die Bisshöhe und die Ausrichtung der Zähne geprägt. Zähne gehören genauso wie Zunge und Lippen zu unseren Sprachwerkzeugen.

Vorbeugen von Kiefergelenksproblemen

Das Kiefergelenk stellt einen sehr sensiblen Bereich des Kopfes dar. Das Gelenk wird im Normalfall über die zusammengebissenen Zähne abgestützt. Wenn die Zähne fehlen, nähern sich Ober- und Unterkiefer an, und das Kiefergelenk wird zusammengedrückt. Dies kann zu ersten Symptomen wie Knacken und Schmerzen im vorderen Ohr führen und im weiteren Verlauf zu Schmerzen bei der Mundöffnung. Kopfschmerzen und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich können sich verstärken.

Vorbeugen von Knochenrückgang

Wie ein unbelasteter Muskel zieht sich ein Kieferknochen, wenn er nicht beansprucht wird, nach und nach zurück. Anders als beim Muskel, kann man Knochen nicht durch Training wieder aufbauen.

Bisher hat man einen fehlenden Zahn durch eine Brücke ersetzt. Dazu mussten die Nachbarzähne abgeschliffen werden. Bei der Versorgung mit einem Implantat bleiben die eigenen, völlig gesunden Zähne unberührt.

Der fehlende Zahn wird bei einer Brücke durch ein Brückenglied ersetzt. Der Kieferknochen unterhalb des Brückenglieds wird nicht belastet und baut sich daher langsam ab. Das Implantat belastet den Knochen – ähnlich wie ein Zahn – und der Körper baut den Knochen daher nicht ab.

Wenn die Lücke zu groß wird, oder kein Zahn als hinterer Brückenpfeiler zur Verfügung steht (man spricht dann von einem „Freiende“), kam bisher nur ein herausnehmbarer Zahnersatz in Frage. Man hat eine Klammerprothese, eine Geschiebeprothese oder eine Teleskopprothese angefertigt.

In allen drei Fällen hat das zur langfristigen Schädigung der Restzähne geführt:

  • Die Prothesen sind zudem voluminös und decken zum Teil den Gaumen ab. Das beeinträchtigt das Sprechen und die Geschmacksempfindung.
  • Im Laufe der Zeit verlieren die Prothesen ihren festen Sitz und bewegen sich beim Sprechen und Kauen. Anpassungen und Unterfütterungen verursachen Folgekosten.
  • Viele Menschen fühlen sich mit herausnehmbarem Zahnersatz um Jahre gealtert.

Mit Implantaten kann man herausnehmbare Zähne vermeiden. Man hat eine deutlich verbesserte Lebensqualität mit festsitzenden Kronen oder Brücken auf Implantaten. Man hat wieder das Gefühl der „eigenen Zähne“ – beim Essen, beim Sprechen und beim Lächeln.

Die Totalprothese war die Lösung, wenn alle Zähne fehlen. Diese brachte jedoch einige Schwierigkeiten mit sich:

  • Probleme beim Halt, besonders im Unterkiefer
  • erschwertes Abbeißen oder Kauen
  • Prothese bewegt sich und klappert beim Essen und Sprechen
  • weniger intensives Schmecken, da der Gaumen mit seinen wichtigen Geschmacksrezeptoren völlig abgedeckt ist
  • Speisereste unter der Prothese
  • schmerzliche Druckstellen

Schon wenige Implantate können hier helfen:

Im Unterkiefer reichen zwei bis vier Implantate und man kann auch eine bereits vorhandene Prothese fest verankern. Im Oberkiefer kann man mit vier bis sechs Implantaten die Prothese so gestalten, dass der Gaumen frei bleibt. In beiden Fällen kann man die Prothesen deutlich graziler, feiner gestalten als abnehmbare Brücke.

So gewinnt man neue Lebensqualität:

  • wieder herzhaft zubeißen
  • Essen schmeckt wieder besser
  • unbefangen reden
  • sorglos lachen

Man fühlt sich im Umgang mit seinen Mitmenschen wieder sicherer.

Die modernen Zahnimplantate werden aus reinem Titan hergestellt. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass sich Titan biologisch neutral verhält und keine allergischen oder Fremdkörper-Reaktionen auslöst. Die Eigenschaft des Titans, mit Sauerstoff eine schützende Oxidschicht auf der Oberfläche zu bilden, ist die Ursache für die besonders gute Verträglichkeit.

Implantate bestehen in der Regel aus zwei Teilen:

  • Der eigentliche Implantatkörper sieht aus wie ein Dübel mit einem Innen- und einem Außengewinde. Das Außengewinde verleiht dem Implantat die Stabilität, bis der Knochen an die Oberfläche angewachsen ist. Das Implantat ersetzt die natürliche Wurzel des Zahns. Sobald das Implantat eingewachsen ist, kann man in das Innengewinde das sogenannte Abutment einschrauben.
  • Das Abutment wirkt wie der natürliche Zahnstumpf. Auf ihm kann man Kronen und Brücken fest zementieren oder man klickt abnehmbare Brücken ähnlich einem Druckknopf auf.
Vorgespräche, Voruntersuchungen, Behandlungsplanung

Für uns ist es wichtig zu wissen, was Sie sich wünschen und was Sie sich von der Behandlung erwarten. Dann können wir anhand einer zahnärztlichen Untersuchung und von Röntgenbildern absehen, wie wir Ihre Wünsche realisieren können. Hier ist die Digitale Volumentomographie (DVT) sehr hilfreich. Mit dieser modernen Technik können dreidimensionale Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Am Computer kann man dann eine exakte Planung erstellen und die Implantation simulieren. So kann man die optimale Position der Implantate festlegen. Dieses Konzept besprechen wir mit Ihnen und klären Sie über die folgenden Therapieschritte und auch über die Kosten auf.

Vorbehandlung

Wichtig für eine erfolgreiche Implantation ist es, dass alle Zähne saniert sind und das Zahnfleisch sich in einem gesunden Zustand befindet.

Knochenaufbau

Wenn nicht genügend Knochen für die sichere Verankerung eines genügend großen bzw. langen Implantats zur Verfügung steht, muss ein sogenannter Knochenaufbau erfolgen. Man kann dazu den eigenen Knochen verwenden oder auf Knochenersatzmaterialien zurückgreifen, die der Körper in eigenen Knochen umbaut.

Implantation

Implantate werden in der Regel ambulant und mit örtlicher Betäubung gesetzt. Wir bieten Ihnen aber auch eine Beruhigungsspritze  (Sedierung) oder eine Vollnarkose an. Dank der exakten Planung am Computer kann man Implantate in einer sogenannten Schlüsselloch-Technik setzen. Das bedeutet, man muss das Zahnfleisch nicht großflächig, wie bisher, mit dem Skalpell öffnen, sondern setzt mit Hilfe einer Schablone die Implantate durch kleine Ausstanzungen durch das Zahnfleisch. Dadurch entfällt auch eine spätere Nahtentfernung. Dank exakter dentaler 3-D Volumentomographie (DVT) und Computernavigation ist also eine skalpellfreie und nahtfreie Implantologie möglich.

Einheilphase

Der Knochen benötigt nun Zeit, um an das Implantat heranzuwachsen und es zu integrieren. Je nach Knochenqualität und Lage des Implantates dauert es im Unterkiefer etwa 3 und im Oberkiefer etwa 4 Monate. In besonderen Fällen ist eine Sofortbelastung vertretbar. Es muss aber unbedingt darauf hingewiesen werden, dass die Sofortbelastung nur dann möglich ist, wenn hinreichendes Knochenvolumen, gute Knochenqualität und eine ausreichende Anzahl von Implantaten eine stabile Verankerung gewährleisten. Fehlen diese Voraussetzungen, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, die Implantate unbelastet einheilen zu lassen und dann erst die prothetische Versorgung (Kronen oder Brücken) vorzunehmen.

Freilegung und Versorgung

Nun können die Implantate wieder mit einer kleinen Stanzung freigelegt werden und mit Kronen oder Brücken versorgt werden. Die Anfertigung dieser Versorgungen dauert im zahnärztlichen Labor circa 7 Werktage. Während der gesamten Behandlungszeit wird dafür gesorgt, dass Sie niemals ohne Zähne, sondern immer mit einem Provisorium versorgt sind.

Alter

Sobald das Wachstum der Knochen abgeschlossen ist, bei Mädchen circa ab dem 18. Lebensjahr, bei Jungen circa ab dem 21. Lebensjahr kann implantiert werden. Da Implantate nicht mitwachsen, könnte eine Implantation während des Knochenwachstums dazu führen, dass das Implantat später an der falschen Stelle steht. Nach oben gibt es keine Altersbegrenzung.

Grunderkrankungen

Die hohe Sicherheit der Implantologie erlaubt es, in nahezu jedem Fall dem Patienten mit Implantaten zu helfen. Man unterscheidet zwischen relativen, oder auch temporären, und absoluten Kontraindikationen. Relative Kontraindikationen sind Gründe, die im Moment eine Implantation verhindern. Jedoch können sie behandelt werden, so dass später eine Implantation möglich ist:

  • Rauchen
  • mangelhafte Mundhygiene
  • unbehandelte Karies und Parodontitis (ugs. Parodontose)
  • stark erhöhte Blutungsneigung (Markumarpatienten)
  • nicht oder schlecht eingestellter Diabetes
  • psychische Erkrankungen

Bei absoluten Kontraindikationen ist eine Befundverbesserung nicht zu erwarten und die Risiken der Implantation stehen in keinem Verhältnis zu dem Risiko für den Patienten.

  • bestrahlte Kieferknochenbereiche nach Tumoroperationen
  • Chemotherapie
  • Bluterkrankungen wie Leukämie oder Gerinnungsstörungen
  • schwere Herz- Kreislauferkrankungen
  • Einnahme von Bisphosphonaten – hier muss eine Rücksprache mit dem Orthopäden, Gynäkologen oder Onkologen statt finden
  • schwere Knochenstoffwechselstörungen, die den Kieferknochen betreffen

Die Voraussetzung für einen Langzeiterfolg bei Implantaten ist neben der richtigen Indikationsstellung, Planung und Durchführung einer Implantatversorgung beim sonst gesunden und nicht zu einer Risikogruppe gehörenden Patienten die gute Mundhygiene und Pflege des Zahnersatzes.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde beziffert die Erfolgsquote von Implantaten über einen Zehnjahreszeitraum mit 88-97%.

Zum Vergleich:

  • Normale Brücken haben eine Überlebensrate von 80%
  • Kronen haben eine Überlebensrate auf natürlichen Zähnen von 75%
  • Kronen haben eine Überlebensrate auf wurzelkanalbehandelten Zähnen von 50%

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